BI Zitadelle Spandau

Natur erhalten

Zitadelle Spandau

Die Planungen des Bezirks sehen vor, dass im Bereich des Landschaftschutzgebiets des Zitadellenvorfelds („Glacis“) umfangreiche Umgestaltungsmaßnahmen vorgenommen werden sollen. Das betrifft nicht nur die Rodung zahlreicher Bäume und Büsche,  um sogenannte Sichtachsen herzustellen, sondern auch die Asphaltierung von Wegen, Herstellung sinnloser „Balkone“ und diverse „Veredelungen“ aus der Giftküche des Landschaftsplaners .  Mit dem Ziel, die Zitadelle, unzweifelhaft ein Baudenkmal europäischen Rangs mit langer, wechselvoller Geschichte, besser sichtbar zu machen.

Es gibt aber mehr als berechtigte Zweifel, auch von Umweltverbänden wie dem BUND, dass dies durch die geplanten Maßnahmen überhaupt gelingen wird. Deswegen hat sich die Bürgerinitiative „Zitadelle Spandau“ gegründet.

Unter den geplanten Maßnahmen wird nicht nur ein Landschaftsschutzgebiet leiden, welches durch seine Ursprünglichkeit Natur erlebbar macht, sondern es werden auch gewachsene Lebensräume zerstört, Heimat zahlreicher, teilweise streng geschützten Arten.

Das größte Hindernis jedoch, was der Wahrnehmung der Zitadelle als außergewöhnliches Denkmal hauptsächlich im Weg steht, wird damit nicht beseitigt: Der unsägliche Fußweg, um überhaupt hin zu gelangen, führt entlang der stark befahrenen, verlärmten und abgasgeschwängerten Straße Am Juliusturm und muss außerdem noch mit dem Radverkehr geteilt werden.

Deshalb fordert die Bürgerinitiative, die Mittel, die für das Schlagen von sinnlosen Sichtachsen, Herstellung künstlicher Wege und ahistorischen Aussichtsplattformen, die niemand wirklich benötigt, eingesetzt werden sollen, lieber in eine intelligente, umwelt- und landschaftsschutzgerechte Erschließung der Zitadelle zu investieren.

Wir sagen NEIN

  • zur flächigen Rodung von Sträuchern
  • zur Zerstörung von Lebensräumen
  • zu unnötigen Baumfällungen
  • zur Gefährdung von Tierarten
  • zu massiven, ahistorischen Bauten von Wegen, Balkonen und Stahlbändern

Wir stehen für

  • schonende Pflege der 1920 angelegten Park- und Waldbestände und Erhalt der historischen Bepflanzung des Glacis
  • Erhaltung der jetzigen Struktur und des natürlichen Charakters
  • bessere Beschilderung der Zitadelle
  • attraktive Erreichbarkeit von der Altstadt aus, auch für mobilitätsbeschränkte Personen. Das ist möglich mit einer einfachen, zusätzlichen Brücke von der Juliusbrücke aus über den westlichen Abzugsgraben