Die Planungen des Bezirks im FEK 2017

Eingang Zitadelle Spandau

Eingang zur  Zitadelle Spandau, Foto vom 13.7.2017

 

EIngang Zitadelle Spandau

Eingang zur Zitadelle Spandau, Aufnahme vom 19.11.2017

 

Die Zitadelle ist ohne Zweifel das Wahrzeichen der Stadt Spandau, eine großartige Festung aus der Renaissance Zeit von europäischen Rang.

Seit vielen Jahren liegen die Zitadelle und ihr herausragend schönes Umfeld im „Dornröschenschlaf“. Es fehlt an einfachsten Ausschilderungen für Touristen und Erholungssuchende. Die Zitadelle ist für Fußgänger*innen nur schlecht von der Altstadt aus zu erreichen. Der einzige Zugang ist eine stark befahrene, unattraktive und verlärmte Straße über die Juliusbrücke.

Es ist deshalb im Prinzip zu begrüßen, dass der Bezirk Spandau für das Umfeld der Zitadelle ein „Freiraum –und Entwicklungskonzept“ (kurz „FEK“) entwickeln ließ und mit dessen Umsetzung 2017 beginnen will.

Eine Bürgerbeteiligung – in der Planungsphase vorgeschrieben – hat in den Jahren 2016 / 2017 allerdings nicht oder nicht in der erforderlichen Breite stattgefunden.

Die Aufgabe ist hochkomplex, da Ansprüche von Denkmalschutz, Tourismus, Naherholung, Naturschutz, Sport und Kulturevents auf kleiner Fläche konkurrieren.

Das vom Bezirk 2017 beschlossene „FEK Zitadelle“ löst die Aufgabe, allen Ansprüchen im Rahmen von Kompromissen mehr oder weniger gerecht zu werden, völlig unzureichend. Denkmalschutz (sofern man die Asphaltierung des Wegs und die Errichtung von Aussichtsplattformen außer Acht lässt – beides in ganz besonderem Maß ahistorisch) und Tourismus stehen offensichtlich im Vordergrund, zu Lasten von Naherholung, Natur und Sport, vermutlich aber auch zu Lasten der Kultur – nämlich dann, wenn die geplanten „Sichtachsen“ gleichzeitig „Lärmschneisen“ werden.

In einem ersten Schritt wurden noch im Herbst 2017 „Sichtachsen“ von der Stadt zur Zitadelle geschlagen, denen nicht nur mindesten 30 z.T. alte und prächtige Bäume, sondern auch zahlreiche jüngere Bäume und viele Sträucher zum Opfer gefallen sind.

Weiter sind „Aussichtsbalkone“, neue Freiflächen, umfängliche Wegebaumaßnahmen (Asphalt und Stahlband entlang des Bastionsweges), flächige Böschungsräumungen und umfängliche touristische Erschließung des Eingangs zur Zitadelle geplant.

Insgesamt sollen für den Zeitraum von 3 Jahren rund 900.000 € investiert werden!

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