Bürgerbeteiligung seit Ende 2018 – der Parkrat

Ende 2018 hat das Bezirksamt Spandau den so genannten Parkrat – ein nicht-öffentliches Beratungsgremium – ins Leben gerufen sowie öffentliche Bürgerveranstaltungen angekündigt.
Aufgabe des Parkrats ist /war die Beratung zu den Planungen bis zur Fertigstellung der konkreten Bauplanungsunterlage, danach zur baulichen Umsetzung und schließlich zur Parkordnung und konkreten Parkpflege. Zur Mitwirkung eingeladen waren interessierte Bürger*innen und Institutionen wie z.B. Verwaltung, Vereine, Planungsbüros, Freilufttheater, amtlicher Naturschutz, Polizei, Altstadtmanagement, Wasserfreunde 04, Angelsport – Verein 1949; nichtamtlicher Naturschutz, Bürgerinitiativen Das Interesse war sehr groß, es entstand ein richtig großes Gremium. Die Bürgerbeteiligung wurde dabei auf die Funktion der Beratung beschränkt. Der Parkrat war / ist kein Entscheidungsgremium.
Mit der Gründung des Parkrates beabsichtigt der Bezirk Spandau, unterschiedliche Belange und Interessen am Zitadellenpark (wie Naturschutz, Denkmalschutz, Erholungsnutzung, Kultur, Tourismus, Vereine, Anwohner usw.) zusammenzubringen in der Hoffnung auf Kompromissfindung bei Nutzungskonflikten.
Der Parkrat hat kontinuierlich getagt: Stand 11/2021 11-mal.

Ergebnisse der Beratungen

Auf Grundlage der Beratungen hat die Bezirksverwaltung (federführend Grünflächenamt) viele Änderungen der ursprünglichen Planungen für den Zitadellenpark vorgenommen. Die Planungen sind im Oktober 21 zu einem Abschluss gekommen. Die BI konnte erfreut und zufrieden feststellen, dass sich die Planabsichten des Bezirks überraschend und positiv in Richtung Naturschutz und Naherholung gewandelt haben. Der nichtamtliche Naturschutz (BAT, BI, BUND, NABU). konnte zwar nicht alle seine Forderungen durchsetzen, aber die Planänderungen betrefft durchaus die Substanz, insbesondere:

  • Wegebau naturverträglicher (Dimensionen, kein Asphalt),
  • Zahl und Ausmaß der „Aktivitätsfelder“ reduziert,
  • Zahl der Fällungen verringert,
  • Rodungsflächen der Wälle verkleinert sowie
  • Die naturschutzrechtlich geforderten Ausgleichsmaßnahmen für die Natureingriffe konkretisiert:
  • Renaturierung der nördlichen Spitze des Parks mit Blick zum Spandauer See – bislang Teil der Pachtfläche der Wasserfreunde 04 Spandau – und Einbezug in den öffentlichen Park.

Grund für Planänderungen gegenüber 2016 / 2017 mögen Sorgen über den aktuell katastrophalen Zustand der Bäume und Sträucher sein, verursacht durch das Wetter 2017 bis 2019 mit Sturm, Dürre, Hitze und Pegeltiefststand Havel. Sicher haben aber auch die Argumente von amtlichem und nichtamtlichem Naturschutz (BI, BUND, NABU und BAT) zum Umdenken beigetragen.

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