Massive Wegebauten mit Asphalt und Stahlband

Umlaufend um die Zitadelle soll ein ca. 1,3 km langer „Bastionsweg“ gebaut werden. Ausführung in wasserdurchlässigem Asphalt und mit einem breiten Cortenstahl-Band entlang dieses Weges.

Dies lehnen wir aus folgenden Gründen ab:

  • Der Bastionsweg kostet sehr viel Geld mit fragwürdigem Effekt.
  • Asphalt und Cortenstahl sind „fremde“ Elemente in einem naturnahen Parkwald, passen überhaupt nicht zum Charakter des Zitadellenumfeldes. Dass diese Maßnahme seitens der Denkmalschutzbehörde einfach hingenommen wird, verwundert doch, da an anderer Stelle ein deutlich strengerer Maßstab angelegt wird.
  • Für das Erstellen eines Wegebettes sind erhebliche Bodenarbeiten notwendig. Dies wird unvermeidbar zu starken Wurzelverletzungen der angrenzenden alten Bäume führen mit der Folge; Baumsterben, sinkende Abwehrkräfte gegen Pilze, Insekten, Trockenheit usw., im Westen Erhöhung der Sturmwurfgefahr.
  • Der Bastionsweg soll in die besonders wertvollen Bereiche entlang des Schweinekopfes geführt werden – mit irreversiblen Verlusten an Naturschutz und naturnaher Erholung, obwohl eine alternative, attraktive Wegführung entlang der Schleuse problemlos möglich wäre.
  • Das Cortenstahlband – teils bodengleich, teils erhöht mit Informationen über die Festungsanlage – ist eine ideale „Leinwand“ für Sprayer.
  • Die Asphaltierung seitlicher Radwegstreifen auf Kopfsteinpflaster zwecks Erhöhung der Sicherheit in einer zugeparkten Straße wird aus Denkmalschutzgründen abgelehnt. Gegen die Asphaltierung rund um ein Festungsbauwerk scheint es aber keine Bedenken zu geben. Wie der Kitt wohl heißt, der beide Vorgänge verbindet?

Was kritisieren wir an den Planungen des Bezirks?

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